Freitag, 24. Januar 2020
06:30 Uhr klingelt der Wecker und wir stehen auf, gehen ins Waschhaus (Toiletten) und machen Mauli startklar. Wir fahren direkt zum Tagesparkplatz der Whale Watch Tour Organisation und kochen dort unseren Tee und frühstücken etwas.
Ich gehe ins Office und checke ein und sehe schon am Monitor, dass die See ‚strongh‘ ist und ein Hinweis auf besondere Seekrankheit 🤮!
Die Touren ab 10 a.m. waren auf Pending auf Grund der schon starken Wellen des Ozeans. Wie gut, dass wir um 07:45 Uhr starten konnten.
Wir bekamen eine Einweisung zu den Sicherheitsvorkehrungen auf dem Boot und dann ging’s raus in den Bus, der uns zur South Bay fuhr, an der wir gestern schon vorbei spaziert sind.
Die Fahrt dauert nur 7 Min und dann ging’s gleich aufs Boot, ein Catamaran extra fur diese besonderen Tierbeobachtungen angefertigt.

Die Tour war nicht ausgebucht. Somit waren auf dem Boot noch einige Plätze frei. Unser Captain war eine Frau, unsere Tourbegleiter Jack, der diesen Job mit Leib und Seele ausführt.
Es ging gleich richtig los und einige hatten echt mit der See zu tun. Da wir im Boot sitzen mussten, war das nicht so einfach für manche, die dann auch später die Tüten füllten 🤮.
Plötzlich hielt das Boot an, denn Jenny hatte Hector-Delphine 🐬🐬🐬 gesehen. Alle raus und an Deck zum 👀!
100erte – Wahnsinn! Diese Delphinart springt nicht und ist die seltenste Art von Spezi die es unter den Delphinen gibt, die auch vom Aussterben bedroht ist. Sie sehen aber soooo toll aus…



Dann wieder rein ins Boot und weiter raus aufs Meer 🌊! Es war bumpy!!!
Und dann sah unsere Wal-Beobachterin 🐳 einen Wal und wir stoppten erneut und alle raus (für manche sehr gut, die mit der Übelkeit zu kämpfen hatten).
Wir sahen ihn noch 2-3 mal Luft holen und dann abtauchen mit dem sensationellen Schwanzflossenschlag, den jeder auf dem Bild haben möchte.

So toll! Die Crew kannte alle Wale beim Namen und wusste auch, dass dieser nur 16 Meter lang war.

Dann sahen wir Albatrosse und gingen anschließend wieder unter Deck. Dann drehte unsere Captöse und fuhr zu einer anderen Stelle, denn sie bekam über Funk die Info, dass Bullidulli 🐳 in einigen Minuten auftauchen würde. Er war schon 40 Min unter Wasser am Fressen in 1000(!) Meter Tiefe!
Unsere Captöse ging mehrere Male mit ihrem Wal-Hörgerät (kein Sonar) raus und meinte beim 2ten Mal, er taucht gleich auf!
Sie ging ans Steuer, legte den Hebel auf den Tisch und fuhr los und sie hatte recht….

Da ist die Fontäne des 🐳!
Er ist aufgetaucht! Nur bei den Pottwalen ist das Atmungsloch ganz vorne am Kopf. Bei allen anderen Walen ist dies im letzten Drittel des Kopfes.

Jack informierte uns jetzt, dass wir gleich den Schwanzflossenschlag sehen werden, denn der taucht ab. Er weiß es echt auf die Atmung genau…

… nun ist er wieder 40-60 Min weg unter Wasser!
Jack erzählte uns so viel interessantes zu den Walen und dem Leben hier vor der Neuseeländischen Küste. Hier gibt es unter Wasser einen Wassergraben ähnlich einem Wasserfall, der sorgt fur diese schnelle extreme Tiefe von über 1,5km 😮! Dadurch dass hier vor Kaikoura zwei Meeresströmungen zusammen kommen (die Kalte des Australischen Ozeans) und die Warme des Äquators gibt es hier so viel Nahrung, weil Plankton hier wachsen kann und somit den Kreislauf des Meeres und des Sealifes startet.
Wir leben auf einem Ozean-Planeten! Nur leider tun wir zu wenig zur Erhaltung der Ozeane. Wir mussten immer an Nils und Julia denken und die Einsparung von Plastik, die jeder Mensch tun kann, um seinen Teil dazu beizutragen.
Dann ging’s wieder ins Boot und weiter ging die wilde Fahrt! 🌊🌊
Stop-hier gibt es hunderte von Dusky-Delphinen. 🐬🐬🐬🐬
Einige Boote waren mit Touristen draußen, die mit den Delphinen im Wasser schwimmen.

Sie springen für ihr Leben gerne – so schön 🥰


Und dann noch Seals auf einem Felsen im Wasser mit 3 Wochen alten Jungtieren. Herrlich!
Und wir waren über die Zeit (30 Min), aber alle nachfolgenden Fahrten waren pending….
Ein Erlebnis! Jonas – mach das bitte auf jeden Fall, wenn ihr hier seid in 4 Wochen!
Zurück am Parkplatz gingen wir zu Mauli und holten die Daunenjacken (gestern noch Top und kurze Hose) und liefen in Ort.
In einem Café sprachen wir mit einer Travel&Work Bedienung und tranken Café. Eine Reisende aus München, die schon seit 6 Monaten alleine durch die Welt reist, war eine tolle Begegnung. Wir konnten ihr viele Tipps und Anregungen auf der Südinsel geben!
Und dann zurück zu Mauli und auf den Campingplatz. Wie gut, dass der einen Pool hatte – nix wie rein!
Letzte Waschmaschine angestellt – Handtücher und Strandtuch und dann in kurzer Hose ins Dorf Kaikoura zum Bummeln!


Es ist zu herrlich hier!
Prost 🍻!!!
Und wir bestellten uns den Tagesfish 🐟 – mega lecker und für 25 N$ (15€) kann man das nicht selbst kochen! Wow 😮 !

Wieder ein unglaublicher Tag! Wir sind echt sehr dankbar dass erleben zu dürfen!
Wir gehen durch Kaikoura zurück zum Campingplatz und sehen wieder tolle Dinge….

Zurück bei Mauli auf dem Campingplatz spielen wir noch Karten und genießen einen unserer letzten Tage im Campervan 😍🚐❤️!
